Sound-Karate 'al dente'
4 KVBW-ler auf Italienreise
Das „6. EUROCAMP Sound-Karate“
Vor Ort konnten sie miterleben, wie mit ca. 350 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen
neueste Entwicklungen und sportwissenschaftliche Erkenntnisse im Zusammenhang mit
der Sound-Karate-Konzeption umgesetzt wurden. Die Camp-Teilnehmer, die in 3 Gruppen
(nach Alter) eingeteilt waren, absolvierten ein weitgehend standardisiertes
Trainingsprogramm, dessen Ziel vorrangig die motorische Grundlagenausbildung war. Die
„Spezialisierung“, d.h. Karatetechniken, hatte sich dieser Basisschulung unterzuordnen.
Inhaltliche Schwerpunkte
Übergeordnete Ziele waren Entwicklung, Verbesserung und Festigung von Gleichgewicht,
Stabilität und Synchronisierung. Fast alle Übungen mit Gehen, Laufen, Hüpfen, Springen,
Rollen, Drehen usw. wurden mit Partner ausgeführt. So sollten zusätzliche Lerneffekte
durch Synchronisierung und Rhythmisierung genutzt werden. Verschiedene Parcours, die
all diese Fähigkeiten abforderten und schulten, spielten eine große Rolle.
Wissenschaftliche Begleitung
Parallel zum Trainingsbetrieb wurden über alle Tage hinweg von einer Vielzahl von
Kindern und Jugendlichen Messdaten erhoben. Zum einen wurden sie stabilometrisch
getestet, zum anderen wurden EEG-Messungen vorgenommen. Beide Tests sollten
Datenmaterial liefern und Aufschluss darüber geben, welche muskuläre Aktivität und
welche Hirntätigkeit für „Gleichgewicht“ und „Stabilität“ aktiviert werden müssen, um
daraus wiederum Folgerungen in Bezug auf die Trainingsgestaltung abzuleiten.
Fazit
Der italienische Karateverband hat auf dem Gebiet des Sound-Karate einen deutlichen
Vorsprung gegenüber dem DKV, was vor allem die wissenschaftliche Grundlegung und
Begleitung anbetrifft. Insofern ist ein Besuch des EUROCAMP in Cesenatico immer wieder
eine äußert gewinnbringende Fortbildung für Teilnehmer aus den Reihen des DKV!
R. Brünig, Schulsportreferent