Schulkarate - gefragter denn je
Konsens beim 16. DKV-Schulsportsymposium in Wetzlar
Zum 16. Male trafen sich im Mai 2009 Karateka aus allen Teilen der Republik mit dem Interesse am Karateunterricht an öffentlichen Schulen in Wetzlar.
Unter der Leitung von Ralf Brünig, DKV-Schulsportreferent (SR), wurde zwei Tage lang informiert, geschult und diskutiert, wie man den Karateunterricht gestalten kann, welche pädagogischen, rechtlichen, finanziellen usw. „Probleme" es in diesem Zusammenhang gibt.
Inhaltliche Schwerpunkte
R. Brünig behandelte Themen, wie z.B. Aufsichtspflicht, Möglichkeiten für Unterricht in Sound-Karate und Karate-Do an staatlichen Schulen, Karate an Ganztagsschulen, motivierende Spiele im Karateunterricht mit Kindern, usw.
Peter Emmermacher, SR von Sachsen-Anhalt, stand wie in all den Jahren zuvor wieder als Referent zur Verfügung. Seine Themen lauteten z.B.: Relevante SV-Techniken für den Karateunterricht in der Primarstufe und Sek I, altersgemäße Gestaltung eines Zirkeltrainings usw.
Der Arbeitskreis der Alten Hasen diskutierte die Frage, welche relevanten SV-Techniken für Primarstufe und Sek I geeignet seien. Er gelangte zu dem Ergebnis, dass im Primarbereich (Klasse 1-4) vorrangig Selbstbehauptung unterrichtet werden sollte und stellte eine entsprechende Sammlung von Rollenspielen zusammen. Diese Rollenspiele wurden mit den Symposiums-Teilnehmern/innen exemplarisch „durchgespielt".
Warum Karateunterricht an staatlichen Schulen zunehmend gefragt ist
Die Symposiums-Teilnehmer/innen waren sich einig, dass es mehrere Gründe für die deutlich zu registrierende Entwicklung gibt, dass immer mehr Karateunterricht von den Schulen gewünscht und tatsächlich auch erteilt wird:
- Die neuen Bildungspläne in den 16 Bundesländern bieten mehr Möglichkeiten für (Sound-) Karate (-Do), z.B. in den Lern- und Bewegungsfeldern „Ringen-Raufen-Kämpfen-Zweikampfsportarten".
- Die deutlich zu beobachtende Entwicklung in allen Bundesländern weg von der Halbtages- hin zur Ganztagsschule hat seitens der Schulen einen neuen Bedarf entstehen lassen. Viele Schulen sind geradezu dankbar, wenn ein seriöser Anbieter bereit ist, einen Teil des von den Schulen zu gestaltenden Ganztagsbetriebs zu übernehmen. Da sind „Wir vom Karate" genau so gefragt, wie viele andere Anbieter.
- Zunehmend mehr Schulen melden Bedarf an in Bezug auf „Gewaltprävention", „Selbstbehauptung", „Selbstverteidigung". Da sind „Wir vom Karate" mit unserem Können und Wissen gefragt!
- Mit dem DKV-Sound-Karate verfügt der DKV über ein Angebot, das für den schulischen Einsatz maßgeschneidert ist.
Schlussgedanken
Es sollten viel mehr Karateka, wie die Teilnehmer/-innen des Symposiums verfahren: Sie sollten sich aus- und fortbilden lassen, um sich in das Schulkarate einzubringen.
Der Ganztag beschleunigt die Entwicklung zum „Schulsport statt Vereinssport". Mittelfristig wird mit großer Wahrscheinlichkeit nur über die Beteiligung am Schulsport ein spürbarer Mitgliederschwund zu vermeiden sein. Deshalb sollten sich DKV-Karateka dort, wo es machbar ist, in den Schulsport einbringen!
(c) R. Brünig, Schulsportreferent
Kommentare