Shuri
Shuri, das ehemalige Zentrum von Okinawas Ryukyu Königreich ist heute ein Teil des modernen Naha, der Stadt, die zur Hauptstadt erklärt wurde, als die Inseln im Jahre 1879 zu einem Teil Japans wurden.
Eine hervorragende Rekonstruktion der Shuri Burg aus dem 12. Jahrhundert ist heute die Hauptattraktion des modernen Naha. Seine unverwechselbare Architektur zeigt die Mischung aus asiatischen Einflüssen, durch die die okinawanische Kultur gekennzeichnet ist. Die Burg wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört, vor rund zehn Jahren jedoch wieder aufgebaut.
Das Karate entwickelte sich vor allem in drei Dörfern Okinawas zu seiner heutigen Form weiter. In Shuri residierte der König, in Tomari lebten vor allem Bauern oder Fischer und Naha war damals in erster Linie eine Handelsstadt.
Der damalige König namens Sho Shin musste seinerzeit gegen rebellische Adelige vorgehen, die sich im ganzen Land in ihren Burgen verschanzt hatten.
Eine seiner ersten Amtshandlungen bestand darin, dass er das Tragen von Schwertern für alle - sowohl für Adelige als auch für Bauern - verbot, einen Umstand, den noch heute viele Historiker als Ursprung der Entstehung von Karate ansehen.
Der König ließ alle Waffen einsammeln und in sein Schloss hier nach Shuri bringen. Schließlich gab er Befehl, dass alle Mitglieder des okinawischen Adels sich in seiner Nähe in der damaligen Hauptstadt Shuri niederzulassen hatten.