Natur, Abenteuer und ganz viel Gemeinschaft
Das 6. Kindererlebniswochenende des Kyffhäuser Karate Dojo e.V.
Vom 30. Juli bis zum 2. August 2026 hieß es für zwölf Kinder und Schüler des Kyffhäuser Karate Dojo e.V. wieder: „Raus aus dem Alltag und hinein in ein Wochenende voller Abenteuer, Natur und Gemeinschaft!“ Fünf Jungen und sieben Mädchen machten sich gemeinsam mit ihren Betreuern auf den Weg zum inzwischen 6. Kindererlebniswochenende ins Selketal im Harz.
Eine Besonderheit des gesamten Wochenendes: Es war bewusst digitalfrei. Handys, Tablets und andere digitale Ablenkungen blieben zu Hause. Stattdessen standen echte Begegnungen, Bewegung, Naturerlebnisse und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt. Die Kinder konnten erfahren, wie viel Spaß es macht, gemeinsam unterwegs zu sein, ohne ständig auf einen Bildschirm zu schauen.
Schon bei der Anreise am Donnerstag war die Aufregung deutlich zu spüren. Für einige Kinder war es das erste Mal, dass sie an diesem besonderen Wochenende teilnahmen, während andere bereits im vergangenen Jahr dabei gewesen waren. Nachdem die Zimmer bezogen und die ersten Sachen verstaut waren, blieb Zeit zum Kennenlernen des Camps, Ankommen und Entdecken. Am Abend wurde gemeinsam gegrillt – der perfekte Auftakt für die kommenden erlebnisreichen Tage.
Am Freitag startete der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach wartete bereits die erste große Herausforderung: eine 14 Kilometer lange Wanderung durch den Wald nach Harzgerode. Ziel war das Freibad Albertine. Nach der langen Wanderung hatten sich die Kinder die Abkühlung im Wasser mehr als verdient.
Für den Rückweg ging es zunächst mit dem Bus und anschließend per Shuttle von Mägdesprung zurück ins Camp. Dort wartete bereits das Abendessen: Spaghetti Bolognese. Nach diesem anstrengenden Tag durfte natürlich auch ein gemütlicher Kinoabend nicht fehlen. Gemeinsam schauten die Kinder und Schüler den Film „Karate Kid - Legends“. Viel länger hielten sie der Müdigkeit danach allerdings nicht mehr stand – erschöpft, aber glücklich fielen die Kinder ins Bett.
Der Samstag begann erneut mit einem gemeinsamen Frühstück. Eine besondere Leckerei waren dabei die selbstgemachten Brötchen aus dem Steinofen.
Anschließend bekamen die Kinder theoretische und praktische Einführung zur Orientierung in der Natur/Gelände – ganz ohne Kompass. Danach wurde es praktisch: Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe erhielt die Aufgabe, eine eigene Unterkunft aus Naturmaterialien zu bauen, so dass man auch in Gruppenstärke darin übernachten könnte, ohne nass zu werden.
So entstanden ein Wald-Tipi, eine Windfanghütte und eine Wurzelhütte. Dabei waren nicht nur Kreativität und handwerkliches Geschick gefragt. Vor allem Teamarbeit, gegenseitige Unterstützung und Durchhaltevermögen waren entscheidend.
Nach der Rückkehr ins Camp gab es zunächst eine wohlverdiente Stärkung, bevor der nächste Programmpunkt begann im Stationsbetrieb. An verschiedenen Stationen konnten
die Kinder unter Anleitung eigene Wasserfilter bauen, sich im Bogenschießen ausprobieren, verschiedene Feuerholzstellen bauen und ihr Wissen erweitern bei der Zubereitung von Nahrungsmöglichkeiten aus der Natur.
Nach so viel Aktivität durfte natürlich auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Gemeinsam mit ihren Betreuern wurden verschiede Pizzen hergestellt und anschließend im Lehmofen gebacken. Jede Gruppe konnte dabei ihre eigenen Vorstellungen verwirklichen – und natürlich schmeckte die selbstgemachte Pizza besonders gut.
Anschließend wurden die Leistungen der Einzelnen und der Gruppen aus den verschiedenen Tagesaufgaben am großen Lagerfeuer ausgewertet.
Doch damit war der Tag noch lange nicht vorbei. Eine kleine Nachtwanderung ohne künstliche Lichtquellen wartete auf die Kinder. Plötzlich wirkte der bekannte Wald ganz anders. Bei völliger Dunkelheit mussten sich die Kinder auf ihre Sinne und aufeinander verlassen. Bei dem einen oder anderen kam dabei auch ein kleines bisschen Gruselstimmung auf.
Bei einem Blick in den Sternenhimmel wurde auch ein wenig Sternenkunde betrieben um sich zu orientieren. Ein ruhiger und besonderer Abschluss eines ereignisreichen Tages.
Am Sonntag begann der letzte Morgen, wieder mit einem gemeinsamen Frühstück und den beliebten selbstgemachten Brötchen aus dem Lehmofen. Danach hieß es leider schon wieder Sachen packen, Zimmer aufräumen und das Quartier gemeinsam reinigen.
Als schließlich die Eltern eintrafen, endete ein Wochenende, an dem die Kinder nicht nur viel erlebt und Neues gelernt hatten, sondern auch als Gruppe zusammengewachsen waren. Vier Tage lang standen Natur, Bewegung, Teamgeist und echte Gemeinschaft statt digitaler Unterhaltung im Mittelpunkt.
Gerade die digitale Auszeit machte das Wochenende zu etwas Besonderem. Ohne Handy und Bildschirm gab es viel Raum für Gespräche, gemeinsames Lachen, Abenteuer und die kleinen Dinge, die im Alltag manchmal zu kurz kommen. Die Kinder waren dabei keineswegs gelangweilt – im Gegenteil! Es gab so viel zu entdecken und auszuprobieren, dass digitale Geräte offensichtlich niemandem fehlten.
Ein besonderer Dank gilt den Betreuern die das Kindererlebniswochenende begleitet und mit viel Engagement zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.
Das 6. Kindererlebniswochenende hat einmal mehr gezeigt, Vereinsleben im Kyffhäuser Karate Dojo e.V. bedeutet nicht nur gemeinsames Training im Dojo. Es bedeutet auch, miteinander Abenteuer zu erleben, Verantwortung zu übernehmen, sich gegenseitig zu helfen und gemeinsam über sich hinauszuwachsen.
Und so dürfte bei vielen Kindern schon feststehen: Beim nächsten Kindererlebniswochenende sind wir wieder dabei!